Deutsch-französische Schüleraustausche
Ganz im Sinne der Frankreich-Strategie des Saarlandes!
Mit Blick auf die Beherrschung des Französischen neben dem Englischen als großes „Plus“ beim Studieren oder bei der Suche einer Arbeitsstelle im Grenzraum!
Sprache, Land und Leute „in echt“ erleben beim grenznahen Austausch.
Unser deutsch-französischer Austausch mit dem Lycée Poncelet in Saint Avold ist eine bewegte Sache! Wir haben die Kolleginnen und Schülerinnen und Schüler im Staatstheater in Saarbrücken bei einem Projekt kennengelernt und es war sozusagen "Liebe auf den ersten Blick". Die Schülerinnen und Schüler der Seconde und die HWGlerinnen und HWGler der Klassenstufen 9 und 10 mögen alle Bewegung. Deswegen wird bei den Treffen Rap getanzt, gegroovt und natürlich wird in beiden Sprachen gequasselt. Die Freundschaften werden schnell geschlossen und deswegen treffen wir uns gleich drei Mal im Schuljahr: Treffen in den beiden Schulen und eine Drittort-Begegnung. Dieses Jahr soll es an der Sportschule in Saarbrücken bewegt zugehen! Wir leben die grenznahen Beziehungen und bringen Schwung in die deutsch-französische Freundschaft.
Dem Europagedanken eine Seele geben
Papier ist geduldig und man kann darauf vieles festhalten. Das Hochwald-Gymnasium hat wieder einmal gezeigt, dass aus formulierten Leitsätzen lebendige Erfahrungen werden können. Im Leitbild der Schule werden der Europagedanke, Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und kulturelle Bildung als Zielvorstellungen formuliert. Wie man das umsetzen kann, hat gerade ein Schüleraustausch bewiesen, bei dem sich 18 Schülerinnen und Schüler aus Wadern in Begleitung der Schulleiterin Elke Derdouk und der Französisch- und Politiklehrerin Maike Träm auf den Weg in die Normandie machten, um dort die Partnerschule Collège Albert Camus in Torigny-les-Villes zu besuchen.
Im Sinne der Nachhaltigkeit benutzte die Gruppe aus Wadern für die Fahrt in die Normandie den Zug sowie vor Ort öffentliche Verkehrsmittel zum Erreichen der einzelnen Veranstaltungsorte. Alle freuten sich schon darauf, ihre französischen Austauschpartner wiederzusehen, die sie im März schon zu einem Besuch in Deutschland begrüßt hatten. Nun konnten die Jugendlichen aus Wadern am Schul- und Familienleben in Frankreich teilnehmen und Einblicke in die französische Kultur gewinnen – gelebte interkulturelle Kompetenz. So lernten die Saarländer eine besondere französische Region kennen und konnten diese mit ihrer Heimat vergleichen. Die Normandie ist vom Meer geprägt, was zum Beispiel beim Besuch der Cité de la Mer in Cherbourg und einer Wanderung durch die Dünen deutlich wurde. Diese Erfahrungen sind ganz im Sinne des Programms Erasmus+, von dem die Schule unterstützt wurde, weil sie dem Konsortium angehört, das vom Ministerium für Bildung und Kultur ins Leben gerufen wurde.
Die Normandie bietet aber auch gute Möglichkeiten der Demokratiebildung und der Pflege der historischen Erinnerungskultur. So hielt sich die Waderner Gruppe genau zu dem Zeitpunkt dort auf, an dem der Jahrestag der Landung der Alliierten gefeiert wurde, die eine Wende im 2. Weltkrieg brachte und somit zentral war für den Sieg der Alliierten über die Diktatur des Naziregimes in Deutschland. Dies konnten die Teilnehmer beim Besuch der Erinnerungsstätten in Sainte-Mer-Eglise und Utah-Beach erfahren und so wurde ihnen eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig Demokratie ist und wie die heutige deutsch-französische Freundschaft einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, dass diese gefestigt wird.
Neben dem offiziellen Programm war es ein zentrales Ziel des Austauschs, persönliche Bindungen und Freundschaften über die Grenzen hinweg aufbauen, gemeinsam Sport zu treiben, zusammen zu lachen und zu feiern und so Sprachbarrieren zu überwinden. Dass dabei alle sichtlich Spaß hatten, ist im wahrsten Sinne des Wortes gelebtes Europa. Damit spannt sich wieder der Bogen zum HWG und seinem Schulprofil, denn ganz im Sinne dieses Profils wurde das Waderner Gymnasium vor kurzem offiziell als „Europaschule des Saarlandes“ ausgezeichnet. Der Austausch war ein weiterer Beleg dafür, dass die Schule sich diesem Titel redlich verdient hat und ständig darum bemüht ist, ihn mit Leben zu füllen. So können sich die Schülerinnen und Schüler des HWG sicher sein, dass ihnen im Laufe ihrer Schullaufbahn immer wieder Möglichkeiten geboten werden, Europa ganz konkret zu erleben und es zu einem Teil ihrer Lebenswirklichkeit zu machen.
Die Normandie beim mehrtägigen Austausch entdecken
Die Teilnahme am achttägigen Austausch mit dem Collège Albert Camus in Torigny-les-Villes in der Normandie ist ein Abenteuer für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9. Unsere Schüler/innen sind vor Ort in den Familien der Austauschpartner/innen untergebracht, nehmen an den von der Austauschschule angebotenen Aktivitäten und zeitweise auch am Unterricht teil. Dies ist eine ganz besondere Gelegenheit, interkulturelle Kompetenz zu entwickeln, wirkliche Freundschaften zu schließen und die französische Sprache in einem authen-tischen Umfeld anzuwenden. So bereitet das Erlernen der Fremdsprache Freude und wenn beim Abschied allen die Tränen in den Augen stehen, ist das Ziel erreicht!

















