Liebe Schüler, liebe Eltern und Interessierte,

der 25.06.08 war für die Schulgeschichte des Hochwald-Gymnasiums ein wichtiger Tag. Vertreter des Hochwald-Gymnasiums unterschrieben in einer Feierstunde im Kultusministerium die Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Modellversuchs „Selbständige Schule im Saarland“. Seitdem ist das HWG eine „selbständige Schule“.

Ein halbes Jahr zuvor hatten wir zum ersten Mal vom Modellversuch „Selbständige Schule“ gehört. Mit ihm soll Schulen im Saarland mehr Selbständigkeit ermöglicht werden. Weniger Bürokratie, stattdessen erweiterte Handlungsspielräume der Schule, das klang doch interessant! Das Hochwald-Gymnasium bewarb sich um die Aufnahme in den Modellversuch und wurde angenommen – als bisher einziges Gymnasium im Saarland.

Damit haben wir die Möglichkeit, bei Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung, bei Personalverwaltung und Personalentwicklung, bei der Sachmittelverwaltung, bei Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung und Rechenschaftsablegung selbständiger zu handeln. Jedes Jahr wird eine neue Kooperationsvereinbarung mit dem Kultusministerium geschlossen. In dieser legt die Schule die während des kommenden Schuljahres geplanten Maßnahmen kurz dar.

Um die Arbeit der selbständigen Schule besser lenken und koordinieren zu können, hat sich die Steuerungsgruppe „Selbständige Schule“ gebildet. In ihr finden sich Lehrer, Eltern und Schüler gleichberechtigt zusammen, um Ideen aus dem Kollegium zu diskutieren, Themen zu entwickeln, Vorschläge zu machen und Maßnahmen zu koordinieren. Die Mitarbeit in der Steuerungsgruppe steht jedem offen. Manche Lehrer und Eltern begleiten die Arbeit der Steuerungsgruppe ständig, andere bringen sich bei besonderen Projekten ein oder geben uns wertvolle Anhaltspunkte und Rückmeldungen. Das letzte Wort darüber, ob und wie eine Maßnahme durchgeführt wird, haben aber immer die schulischen Entscheidungsgremien, Schulleitung und Schulkonferenz.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, ob die „selbständige Schule“ auch für den Schulalltag wichtig ist. Ja, das ist sie, denn unsere erweiterten Handlungsspielräume setzen wir zum Nutzen von Schülern, Eltern und Lehrern ein. Ein Beispiel ist das Methoden-Curriculum, das derzeit in der Klassenstufe 5 erarbeitet wird. Es dient dazu, Schüler optimal in Arbeitsmethoden einzuführen – und das erleichtert den Schülern dann ihre schulische und häusliche Arbeit. Ein anderes Beispiel ist der neu gegründete Elternrat, der den Eltern mehr Beteiligung an schulischen Angelegenheiten ermöglicht. Als wir das pädagogische Konzept unserer neuen Ganztagsklasse planten, waren die Eltern von Anfang an in die Ideenentwicklung einbezogen. Wir trainieren regelmäßig Arbeitsmethoden, fördern individuell bei Leistungsschwächen oder Leistungsstärken, wir fördern die soziale Kompetenz unserer Schüler und die Erziehungspartnerschaft von Eltern und Lehrern. Den Erfolg unserer Maßnahmen überprüfen wir durch die Rückmeldung unserer Schüler und Lehrer.

Das klingt vielleicht sehr trocken, ist es aber gar nicht! All diese Entwicklungen zu begleiten, ist äußerst spannend!

Eine Übersicht über das, was in diesem Jahr an Maßnahmen durchgeführt wurde bzw. in Planung ist, hängt an den Infotafeln der Steuerungsgruppe im Schulgebäude aus. Hier haben Sie übrigens die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge zu machen - um unsere Schule gemeinsam weiterzuentwickeln.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen und uns allen

Andrea Zimmermann

Leiterin der Steuerungsgruppe „Selbständige Schule“