Ein Ausflug in die Höhe

von Kenya Kirsch, Schülerin am HWG

Für den Wandertag am 10.09.08 organisierte Frau Zimmermann, die Klassenlehrerin der 10c1 den Vormittag im Kletterpark in Kell am See. Schon vorher waren die gesamten Schüler sehr aufgeregt, da es für die meisten ein erstmaliges Erlebnis war. Als der Tag endlich gekommen ist, verdunkelten die schweren Regenwolken auch schon den Himmel, die auch kein Mitleid zeigen. Bevor es losgeht, teilt Frau Zimmermann die Klasse noch widerwillig in Zweiergruppen ein, die gemeinsam klettern sollen. Jeweils ein Junge und ein Mädchen gemeinsam, die weniger miteinander zu tun haben und somit lernen sollen sich gegenseitig zu sichern. Viele waren mit der Auswahl weniger zufrieden. Mit fester Kleidung und einem Regenschirm bewaffnet, marschieren die Schüler samt Lehrerin zum Bus. Als dieser endlich losfährt, zücken auch schon viele ihre Kamera um Erinnerungen festzuhalten. Doch nicht zu jedermanns Begeisterung. Nach der ca. 20 minütigen Fahrt kommen sie dann in Kell an und zu ihrer Freude hat auch der Regen nachgelassen. Nach einem kurzen Fußmarsch in einem Waldstück können die Schüler die zwischen den Bäumen hängende Seile auch schon sehen. Mit unglaubwürdigem Blick schauen alle erstaunt nach oben. „Da soll ich hoch gehen? Hilfe!“ bemerkt Sophie, als sie angekommen sind. Schnell legt jeder sein Gepäck ab und nimmt die mitgebrachten Handschuhe heraus. Einige müssen sich noch umziehen und verschwinden hinter den Bäumen. Als dann endlich jeder fertig ist, wird den Schülern die benötigte Kletterausrüstung angezogen. „Igitt, wasn das für ein Zeug“ „ Ja, ich seh aus wie ein Idiot!“ reden die Schüler durcheinander. Nach Finden des passenden Helmes, bekommen sie eine ausführliche Sicherheitseinweisung und Erklärung von einem der beiden betreuenden Personen des Hochseilgartens. Endlich geht es los. Die Schüler stellen sich vor dem Aufstieg in eine Reihe um nacheinander hochzuklettern. Sie können wählen zwischen Leiter und Kletterwand, wobei die meisten die Leiter bevorzugten. „ich will da nicht hoch!“ bangen viele. Da immer nur eine begrenzte Zahl von Personen eine Plattform betreten darf, beginnt eine ewige Warterei der noch unten stehen Schüler. Die ersten Gruppen haben den Parcour schon gemeistert, als die letzen immer noch auf ihren Auftritt warten. Während der Kletterpartie, schießt  Frau Zimmermann eifrig Fotos und lobt jeden ihrer Schüler. „Halt dich am besten am unteren Seil fest“, geben manche ihren Hintermännern als Tipp. Auch oben auf den einzelnen Plattformen hat die Warterei kein Ende, da der langsamste das Tempo angibt und es somit  schleppend voran geht. „Hast du dich auch richtig eingehakt?“, versichert sich Tim bei seinem Partner, als der Stau sich aufgelöst hat. „Klar, kann losgehn“, antwortet Marie. Vor dem endgültigen Beenden des Parcours, wagt jeder den gesicherten Sprung aus 14 Metern Höhe, da Frau Zimmermann jedem Mutigen einen „Hausaufgaben-frei-Gutschein“ verspricht. Das lassen sich sogar die Ängstlicheren nicht entgehen. Nach ca. 3 Stunden ist das Klettern für jedermann beendet. Als auch der letzte wieder Boden unter den Füßen hat, machen sich alle wieder mitsamt ihren Rucksäcken auf den Weg zum bereits wartenden Bus. Während der Fahrt lobt Frau Zimmermann erneut die Klasse: „Habt ihr echt super gemacht Leute, sehr gerne wieder! So und hier eure verdienten Gutscheine.“ Die Schüler nehmen sie mit Begeisterung entgegen und beginnen zu klatschen. Etwas erschöpft und mit einer ganz neuen Erfahrung im Gepäck treten alle den Heimweg an.

 

Eine Klasse will hoch hinaus

von Elena Gergert, Schülerin am HWG

„So ein Mist aber auch, es regnet! Wie sollen wir denn bloß bei so einem Sauwetter klettern?“ So lautete wohl fast jeder verzweifelte Ausruf am 10.09.08 der Schüler  aus der Klasse 10c.1 des Hochwaldgymnasiums Wadern, welche seit nunmehr als fünf min unter einem Meer von Regenschirmen auf die Klassenlehrerin Frau Zimmermann warten. Aber nach weiteren fünf  Minuten Wartezeit, erscheint diese endlich auf der Bildfläche und erkündet den noch etwas trüb schauenden Schülern, sie gingen vorerst noch in den Klassenraum, da es noch ein paar organisatorische Dinge zu bereden gäbe. Angekommen am Raum 811 wird den Jugendlichen genaueres mitgeteilt. Da die Laune der Schüler nun schon fast auf dem Tiefpunkt angekommen war, versuchte Frau Zimmermann diese abzurunden. „Ich werde euch noch vor unserer Abreise in Zweiergruppen einteilen, jeweils ein Junge und ein Mädchen.“ Wie zu erwarten, hielt sich die Freude in Grenzen und man warf sich düstere Blicke zu. Nachdem jeder mehr oder weniger freiwillig einem Partner zugeteilt war, begaben sich wieder alle zurück zum Busbahnhof, wo der Regen bereits aufgehört hatte. Hastig drängelten sich, wie könnte es auch anders sein, die Jungen in den Bus, um die besten Plätze zu ergattern, die Mädchen nahmen dann den Platz der noch frei war. Ein großer Tumult brach auf. Dabei ist das Gesprächsthema Nummer ein, zum Leiden der Schüler die an Höhenangst leiden, der „Hochseilgarten“ in Kell am See. „Stell dir vor das Seil reißt auf einmal und du fällst herunter oder…“, begann Ann- Sophie zu erläutern, doch da unterbrach sie auch schon die Klassenlehrerin mit einer wichtigen Durchsage: „Also ich habe mir gestern Abend noch etwas zu Hause ausgedacht, um euch mehr Ansporn für den heutigen Tag zu geben. Wenn es jemand schafft den kompletten Parkur zu bewältigen, so erhält er oder sie einen Hausaufgaben-Gutschein für das Fach Deutsch oder Geschichte. Schafft es jedoch die ganze Klasse den Parkur zu meistern, bekommt die Klasse zusätzlich einmal Hausaufgabenfrei.“ Die Freude darüber war natürlich riesengroß und kurz darauf waren sie auch schon an ihrem Zielort angekommen, dem Hochseilgarten am Kell am See angekommen. Als sie ausstiegen erfüllten sich all ihre Erwartungen. Sie standen einem riesigen Wald gegenüber, welcher hauptsächlich aus langen mageren, dünnen Bäumen bestand und überhaupt nicht stabil schienen. Erst auf den Zweiten Blick erkannten sie die einzelnen Stationen. Sofort wurde inspiziert, welche denn wohl die schwierigste von allen sei, ganzen vorne dabei „der Tarzansprung“. In genau diesem Moment begrüßte sie einer der zwei Aufseher des Hochseilgartens und gab den Schülern dabei eine kurze Einführung. Anschließend zog er ihnen die Sicherheitsgurte an, wofür eine Zweierreihe gebildet wurde und daraufhin ein Helm mitgegeben wurde. Nach einem fast einschläferndem Vortrag über alle weiteren Sicherheitsmaßnahmen, wurde zur Praxis umgeschaltet. Beim Bestieg zur Hauptplatte hatte man sozusagen die Qual der Wahl. Entweder entschied man sich für die Kletterwand, welche, wie nicht anders zu erwarten, alles andere als einfach zu bestiegen war oder man nahm die wackelige Leiter, bei dessen Bestieg man meinte, dass sie beim nächsten Windstoß umfallen würde. Die Meisten entschieden sich dann doch für die Leite, weshalb erstmal die ganze Aktion im Schneckentempo vorwärts ging. Doch oben angekommen, kam man nicht gerade schneller voran, schließlich ging es hier doch sozusagen um Leben und Tod. So kämpften sich also jede Zweiergruppe und dabei jeder Schüler insgeheim für sich selbst von Station zu Station. Dabei stärkte sie natürlich jede gemeisterte Flugakrobatik für die letzte aller Aufgaben, den Tarzansprung.

Hierbei wurde man an einem langen Seil gefestigt und springt von 15 Meter Höhe  in ein Netz. Nach etwa 1,5 Stunden waren bereits erste Schüler sicher unten angekommen und inspizierten die Anderen, während Frau Zimmermann immer wieder von Ort zu Ort flog und ab und zu auch Schüler anfeuerte. Doch gerade als man sich mit den Seilen angefreundet hatte, blieb man stecken, denn Bettina hatte sich beim Tarzansprung im Netz verfangen und nicht mehr genügend Kraft um wieder herauszugelangen. Nach etwa 15 Minuten Nasebohren war das kleine Manöver beseitigt und es konnte weiter gehen. Aber nach 24 Tarzan- oder auch Jane- Sprüngen war die komplette Mannschaft wieder auf sicherem Boden. Alle waren nach 3 Stunden Klettern zwar kraftlos, dafür aber stolz und glücklich und vor allem unverletzt. Zufrieden und erleichtert, diese kleine Mutprobe bestanden zu haben, begaben sich alle mit ihrem wohlverdienten Hausaufgaben- Gutschein wieder zurück zum HWG. Diesen Tag wird wohl die ganze Klasse, dank drei voll geschossen Fotokameras nie wieder vergessen.

 

Wandertag in 14m Höhe

 von Jasmin Michael, Schülerin am HWG

„Das sieht aber ganz schön wackelig aus“, bemerkt einer der Schüler.23 Augenpaare blickten erwartungsvoll auf die erste Plattform.

Einen etwas anderen Wandertag erlebten die Schüler der 10c1, als sie am 10.09.2008 einen Kletterpark in Kell am See besuchten. Mit Sicherheitsgurt und knallrotem Helm machten sich dann alle unter strenger Aufsicht auf den Weg zum ersten Hindernis. Frau Zimmermann, die Klassenlehrerin hielt alles genau mit einem Fotoapparat fest. Nun konnten sich die sich die Schüler mit ihren mehr oder weniger gewollten Gruppenpartnern in dem Parcours bewegen. Jetzt war körperlicher Einsatz gefordert, der manchen Schülern so einige Probleme bescherte. Doch durch die gute Zusammenarbeit der Partner konnte sich jeder bis zum letzten Hindernis, dem „Tarzan-Sprung“ kämpfen.14 Meter blickten die Schüler in die Tiefe bevor sie sich mutig der Aufgabe stellten. Durch die Ermunterung der Klassenkameraden konnte sich jeder von ihnen überwinden, in die Tiefe zu springen. Erleichtert und auf wackeligen Beinen waren jedoch alle froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Stolz gratulierte Frau Zimmermann jedem ihrer Schüler. Nachdem alle die Sicherheitsgurte und Helme wieder abgegeben hatten, ging es zurück zum Bus. Auf der Rückfahrt überraschte Frau Zimmermann alle mit ihrem Geschenk für die tapfere Leistung der Jugendlichen, einen Gutschein für einmal „Hausaufgaben-Frei“! Ein schöner Tag, fanden alle Schüler und planten schon den nächsten Ausflug zum Kletterpark.