Das Finale als Familienduell

Tennis-Saarlandmeisterschaften: Anna Wintrich gewinnt das Finale der U18 gegen ihre Schwester Kathi

Alles auf rot: Anna Wintrich (rechts) setzte sich bei der U18 im Duell gegen ihre 18 Monate jüngere Schwester Kathi durch. FOTO: SPEKTRUM

Im Duell gegen ihre Schwester Kathi hatte Anna Wintrich bislang meist den Kürzeren gezogen. Doch im Finale der Saarlandmeisterschaften drehte sie den Spieß diesmal um und gewann den Titel in der Altersklasse der U 18.

St. Ingbert/Merzig. Auf der Tennis- Anlage des TC Viktoria St. Ingbert wurden am vergangenen Samstag die Juniorenmeisterschaften des Saarländischen Tennis- Verbandes (STB) entschieden. Die U18-Konkurrenz gewann der für das TZ Sulzbachtal startende Ottweiler Benjamin Blank gegen seinen ebenfalls noch für die U16-Konkurrenz spielberechtigten Simon Schmitz (TC Merzig). Schmitz entschied den ersten Satz mit 6:3 für sich und war im zweiten Satz auf dem sicheren Weg zum Titel. „Er hat 3:1 geführt und hatte einen Breakball, den ich aber abgewehrt habe. Nachdem ich das Spiel gewann, lief es bei mir und der der zweite Satz ging mit 6:4 an mich“, erinnerte sich der Sieger an die Spiel entscheidenden Minuten. Den anschließenden Meisterschafts-Tiebreak gewann Blank mit 10:8. Das Finale der U18-Juniorinnen wurde eine Familiensache, denn mit Anna und Kathi Wintrich standen sich zwei für den TC Merzig startende Schwestern gegenüber. Die achtzehn Monate ältere Anna behielt dabei mit 6:3 und 6:2 die Oberhand. Für die Siegerin kam schon die Final-Teilnahme etwas überraschend: „Ich war an Nummer drei gesetzt und hätte nicht gedacht, dass ich gegen Albana Terstena gewinnen würde. Das Finale gegen Kathi war unser sechstes Spiel um Punkte, aber ein Endspielsieg bei einer Meisterschaft ist natürlich was Besonderes, zumal ich in der Bilanz zurück lag“, sagte die Siegerin nach dem Sister-Act vom Betzental. Bei den U16-Junioren siegte der erst zwölfjährige Moritz Pfaff (TC Ottweiler) mit 6:4 und 7:6 (7:0) gegen Henrik Albrecht aus Homburg. „Es ist bezeichnend, dass die Nachwuchskonkurrenzen von Spielern gewonnen werden, die noch in jüngeren Jahrgängen spielen dürfen. Die meisten U18-Spieler bestreiten die Aktiven-Meisterschaften und würden dann noch mal aufeinander treffen. Bei den Mädchen haben die ersten Sechs der Rangliste gefehlt“, erklärte STB-Trainer Jürgen Lässig. hfr

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 11. 6.2012