Schulpreis thematisiert Verbindungen zwischen Saarland und USA

Preisverleihung

Bei der Preisverleihung des Schülerwettbewerbs „YouSaar“ sind Arbeiten ausgezeichnet worden, die sich mit den Verbindungen zwischen dem Saarland und den USA beschäftigen. Gewinnerin ist Anna Quinten aus Schmelz.

Anna Quinten erhält den 1. Preis

Saarbrücken. Ein Comic als Powerpoint- Präsentation, in dem sich Ameisen als Agenten auf die Suche nach ehemaligen amerikanischen Raketenstützpunkten machen, überzeugte beim ersten „YouSaar“-Schülerwettbewerb des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) in Saarbrücken. Anna Quinten aus Schmelz erstellte nach über vier Monaten Recherche die Präsentation. Die Schülerin des Hochwaldgymnasiums Wadern ist mit weiteren Preisträgern am Freitag in Saarbrücken ausgezeichnet worden.

Erste deutsche Siedlung 1683

Das Datum der Preisverleihung war nicht zufällig gewählt, wie Werner Kremp, Direktor des DAI Saarbrücken, erklärte. Die USA feiern am 6. Oktober den German- America-Day. Ein Feiertag, der Bezug nimmt auf das Jahr 1683, als 13 deutsche Familien in die Nähe von Philadelphia auswanderten und dort Germantown gründeten, die erste deutsche Siedlung. „Das DAI begeht diesen Feiertag erstmals in einer besonderen Form“, sagte Kremp. Und zwar mit einem Schülerwettbewerb, der unter dem Motto „Young Saarländer explore the USA-Saarland-Relationship“ stand. Er richtete sich an Schüler in Oberstufenklassen. Sieben Themen zu den historischen Verbindungslinien zwischen dem Saarland und den USA standen zur Auswahl. Die Schüler konnten ihre Beiträge schriftlich, als Plakat, 30-minütigen Film oder als Powerpoint-Präsentation einreichen.

Wie die Ameisen

Für Letzteres entschied sich Anna Quinten. Ihr Thema: Die Stationierung amerikanischer Raketen im Nordsaarland in den 1970er und 80er Jahren. Beim Besuch des ehemaligen Munitionslagers in Vogelbüsch bei Wadern habe ihr Bruder die Bunkeranlage mit einem Ameisenhaufen verglichen. Und schon war die Idee geboren, aus ihrem Beitrag einen Ameisen-Agenten-Comic zu machen. Martin Wagner, Schüler am Deutsch-Französischen Gymnasium in Saarbrücken, ging mit dem Titel „Saarlands Americans“ der Auswanderung aus dem Gebiet des Saarlandes in die USA nach. Das Thema habe nahe gelegen, weil der Onkel seiner Großmutter ausgewandert sei. Sein Beitrag landete auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz heimsten Barbara Kreis, Ann-Kathrin Müller und Nathalie Hippchen vom Willi-Graf- Gymnasium Saarbrücken ein. Die Hauptpreise, gestiftet von Hans Stiff in Höhe von 500 Euro, verlieh Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD). Die US-Vizekonsulin aus Frankfurt überreichte Buchgeschenke. hth

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 8.10.2012

Siehe auch Sendung des Aktuellen Berichts (SR) zum Thema