
Die Schulzeitung 2010 des HGW ist erschienen
von Birgit Schommer
Seit Anfang November ist sie heraus: die neuste Ausgabe der Schulzeitung des Hochwald-Gymnasiums Wadern. Wie in jedem Jahr ein bunter Mix aus Jahrbuch mit den Fotos und Namen aller 830 Schüler/innen und Artikeln über das, was sie das Jahr über an Außergewöhnlichem erlernt und erfahren haben. Themenschwerpunkt ist diesmal das „Labor Lernkultur“, in dem die Schüler/innen nicht Objekte der Forschung, sondern selbständige Forscherinnen interkulturellen Lernens sind.
Besonders seitdem das HWG die Selbstständigkeit erlangt hatte, wurde eine Vielzahl von Initiativen ins Leben gerufen, die das Selbstverständnis von Schule, Schüler- und Lehrer/innen umfassend verändern sollte.
Die erste Ganztagsklasse, die im letzten Jahr nicht nur Pionierarbeit leistete, sondern sich auch sehr erfolgreich in externe Projektangebote einklinkte, hat in diesem Jahr von unten Nachschub bekommen. Es ist beeindruckend zu lesen, wie dieses gedeihende Gewächshaus nicht herkömmlichen Lernens Lehr- und Lernweisen aus sich heraus verändert und neben dem bekannt überkommenen Bild von Schule ein neues Gebilde entstehen lässt, in dem Lernende wie Lehrende selbstverantwortliches und selbstverwaltetes Lernen zu erlernen bereit sind, mit zunehmender Einbindung in die Lebenswirklichkeit außerhalb der Schule. Dies machte die Abschlussveranstaltung des Projekts „Labor Lernkultur“ mit Mini-WM und Lebenslauf in diesem Sommer deutlich, bei der Siege und Niederlagen der Fußballweltmeisterschaft neu verteilt wurden und deutsche Schüler/innen für die Bildung ihrer südafrikanischen Mitschüler/innen die Beine in die Hand nahmen und losliefen. Es ist nicht zu übersehen: Die Schule wächst weiter in die Welt hinaus, und die Welt gräbt sich tiefer in die Schule hinein.
Das zeigt sich auch in der immer bunter werdenden Vielfalt internationaler Begegnungen. Zum langjährigen Frankreichaustausch gesellte sich im Rahmen des Comenius Projekts eine thematisch gebundene Zusammenarbeit mit einem Colegio im kanarischem La Palma; es konkretisierten sich Partnerschaften mit Schulen in Burkina Faso und Bolivien; etliche Schüler/innen reisten im letzten Schuljahr in weite Fernen, bis nach Nordamerika und Südchina. Im Gegenzug wimmelte es bisweilen nur so von neuen Gesichtern und Stimmen am HWG, die frischen Wind in den Schulalltag brachten und lebendige Authentizität nicht nur für den Fremdsprachenunterricht.
Da nimmt es nicht Wunder, dass einer der besten Schülerartikel von einer bulgarischen Schülerin stammt, die bei einem Deutschwettbewerb in ihrem Land vier Wochen Deutschlandaufenthalt gewonnen hatte. Aufgefordert, über ihre Zeit im Gastland zu schreiben, ließ sie sich nicht zweimal bitten, sondern schrieb einfach drauf los: direkt, kritisch, leidenschaftlich, in oft so wunderbar selbst gebasteltem Deutsch, dass es sich wie Poesie lesen lässt.
Insgesamt gibt die 19. Ausgabe der Schulzeitung am HWG wieder eine Übersicht über die vielfältigen Aktivitäten einer Schule, in der sich die Schüler wohlfühlen und in der sie Freude am Lernen im Unterricht und in vielen Projekten haben.
Die Schulzeitung kann zum Preis von 3 € über das Sekretariat des Hochwald-Gymnasiums bezogen werden.
Siehe auch Artikel der Saarbrücker Zeitung
