Waderner Schüler für eine Woche als Abgeordnete in Berlin

Sigmund Alt am Rednerpult des Bundesrats

Schüler des Hochwald-Gymnasiums haben im Planspiel "Modell Europaparlament" eine Woche lang hautnah erlebt, wie Politik funktioniert. „Ein halbes Jahr lang hatten sie sich in einer AG darauf vorbereitet“, sagt Politiklehrer Erwin Didas. Er hat die Schüler während der Sitzungswoche betreut. „In Berlin haben sie sich mit Gleichaltrigen aus ganz Deutschland, Belgien, Luxemburg, Ungarn und Polen getroffen, um sich mit aktuellen Fragen der Europapolitik auseinanderzusetzen.“

Die Delegierten aus Wadern

„In acht Ausschüssen machten sich die Jugendlichen dann an die Arbeit, um ihre Lösungsvorschläge für die Flüchtlingskrise, die Bekämpfung des IS oder die Auseinandersetzung mit europäischem Nationalismus zu erarbeiten“, schildert der Politiklehrer. Im Plenarsaal des Deutschen Bundesrates, dort also, wo sonst die Ministerpräsidenten Platz nehmen, sollte sich dann zeigen, ob diese Lösungsvorschläge auch in der gesamten Gruppe mehrheitsfähig waren.

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"Abgeordneten"-Treffen am HWG - Bundestagsabgeordnete zu Gast

Zuerst erzählt die Bundestags-Abgeordnete, welche Themen sie in ihrer Fraktion vertritt. Sie beschäftigt sich mit den Themen digitale Agenda und Familienpolitik. Dann berichten die Europaabgeordneten von ihren Themen. Dazu gehören Flüchtlingspolitik, der Konflikt in Syrien, die Zunahme des Nationalismus, die Strategie gegenüber der Türkei oder die Biodiversität. Getroffen haben sich die „Abgeordneten“ in der Mediothek des Waderner Hochwald-Gymnasiums.

Die Bundestags-Abgeordnete, die sich mit ihren „Kollegen“ traf, war die stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Nadine Schön. Die „Europa-Abgeordneten“ waren Schülerinnen und Schüler des HWG, die demnächst für eine Woche in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen und sich gerade intensiv darauf vorbereiten.

Zu dieser Vorbereitung gehörte auch das Treffen mit der echten Parlamentarierin Nadine Schön und für die Schüler war es spannend, mit ihr über ihrem Abgeordnetenjob und aktuelle politische Probleme zu diskutieren.

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Bundesverteidigungsministerin nahm sich Zeit für Schüler des HWG

Schüler des HWG anlässlich des Planspiels "Modell Europaparlament" zu Besuch in Berlin

„Zuerst machen wir einen kurzen Rundgang und anschließend können wir uns noch in meinem Büro zusammensetzen und Sie können mir dann auch Fragen stellen.“ Dieser so harmlos klingende Satz bedeutete für acht Schülerinnen und Schüler des Hochwald- Gymnasiums (HWG) in Wadern sehr viel, denn keine Geringere als die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußerte ihn zur Begrüßung der Schülergruppe in ihrem Ministerium. Gemeinsam mit einer Schülerdelegation aus Hannover wurden die Waderner Schüler von der Ministerin empfangen, und in lockerer Atmosphäre stand die Frau an der Spitze der Bundeswehr den politikinteressierten Jugendlichen Rede und Antwort.

Verteidigungsministerin von der Leyen nahm sich Zeit für die Fragen der Schüler

Wie kam es zu dieser denkwürdigen Begegnung? Die Schülergruppe aus Wadern nahm am Planspiel „Modell Europaparlament“ teil, bei dem Jugendliche aus ganz Deutschland sowie aus Ungarn, Belgien und Luxemburg für eine Woche in Berlin zusammenkommen, um in die Rolle von Europaabgeordneten zu schlüpfen. Sie bereiten sich in einer AG ein halbes Jahr lang darauf vor und beschäftigen sich dann in Ausschüssen mit acht aktuellen Fragen der Europapolitik. Dazu werden Resolutionen erarbeitet und anschließend in der Plenarsitzung debattiert und verabschiedet – ganz wie in der „richtigen“ Politik. Das Hochwald- Gymnasium vertritt in diesem Projekt seit mehr als zehn Jahren das Saarland, die Waderner Schüler schlüpften in diesem Jahr in die Rolle Lettlands.

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Europapolitik aus erster Hand

Schülerinnen und Schüler bei ihrem Treffen mit Helma Kuhn-Theos

Einer „echten“ Europapolitikerin im wahrsten Sinne des Wortes über die Schulter schauen konnten acht Schüler des Hochwald-Gymnasiums Wadern, und dabei wollten sie für ihre eigene Rolle als Europapolitiker etwas lernen. Sie nehmen nämlich teil am Projekt „Modell Europa-Parlament“ in Berlin und vertreten dabei das Saarland. Im Rahmen ihrer Arbeitsgruppe hatten sie Helma Kuhn-Theis eingeladen, die Bevollmächtigte der saarländischen Landesregierung für Europaangelegenheiten. 

Mit ihren Stellungnahmen zu aktuellen europäischen Themen wie Griechenland-Krise, Ukraine-Konflikt oder auch zur aktuellen Frankreich-Strategie der Landesregierung machte die Europapolitikerin ihren „Kollegen“ Lust darauf, europäische Themen anzupacken.

Dies hält Kuhn-Theis besonders im Saarland für wichtig, wie ihre Aussage deutlich machte: „Es ist gut, dass ihr euch mit Europa beschäftigt. Gerade das Saarland mit seiner Grenzlage braucht Europa und die europäische Entwicklung und diese darf durch die aktuellen Krisen nicht in Gefahr geraten!“ 

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Begeisterung für die Europa-Idee wecken

Die Schüler der AG "Modell Europaparlament" mit Doris Pack. Foto: Edwin Didas

„Junge Menschen können heute im wahrsten Sinne des Wortes Europa ‚erfahren’, indem sie die verschiedenen Programme der EU nutzen, um sich eine Zeit lang in einem anderen Land der EU aufzuhalten und dort zu studieren und zu arbeiten.“ Mit dieser Aussage wollte die Europaabgeordnete Doris Pack ihre Zuhörer in Wadern ermutigen, die Austauschmöglichkeiten in der EU zu nutzen und so ihre Kenntnisse über andere Länder Europas zu erweitern.
Dabei stieß sie am Hochwald-Gymnasium Wadern auf offene Ohren. Denn ihre Zuhörer waren Schüler der AG „Modell Europaparlament“, die in wenigen Wochen selbst in die Rolle von Europaabgeordneten schlüpfen. Sie werden eine Woche lang in Berlin das Saarland vertreten und in einem Planspiel zusammen mit Jugendlichen aus ganz Deutschland aktuelle politische Themen der EU debattieren, Resolutionen verfassen und diese dann im Plenum zur Diskussion stellen. 
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Wenn Schüler Europa-Politik machen

Foto: Schule

Regierungssprecher Steffen Seibert, ein enger Vertrauter der Bundeskanzlerin, tritt ans Mikrofon und begrüßt im Bundespresseamt in Berlin die Delegierten des „Modell Europaparlaments“ (MEP). In der dritten Reihe rechts lauschen ihm neun Schüler des Hochwald- Gymnasiums (HWG) Wadern, die eine schwedische Flagge am Revers tragen.

Szenenwechsel: Drei Tage später stellt sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Plenarsaal des Bundesrates den Fragen der jungen MEP-Abgeordneten, die aus allen Bundesländern sowie aus Belgien und Ungarn angereist waren. Wieder sitzen die Waderner Schüler nur wenige Meter vom Berliner Spitzenpolitiker entfernt und sind so hautnah dabei, als Schäuble auf die Frage, wie sein Traum-Europa aussehe, antwortet: „Einfach, effizient und solidarisch.“

Die Schüler aus dem Hochwald sind jedoch nicht in Berlin, um den Politikern bei ihren Statements zuzuhören. Vielmehr wollen sie selbst Politik gestalten. Eine Möglichkeit dazu bietet ihnen das Planspiel „Modell Europaparlament“, das einmal im Jahr in Berlin stattfindet. Die Jugendlichen beschäftigten sich in Ausschüssen mit acht aktuellen politischen Themen und arbeiteten konkrete Resolutionen dazu aus, die abschließend im Plenum diskutiert wurden. Auf der Agenda der jungen Demokraten standen topaktuelle Themen: Finanzkrise, Atomwaffen, Überfischung, demographischer Wandel und soziale Integration von Jugendlichen.
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Modell Europaparlament in Berlin

HWG-Schüler in der Rolle Portugals

Die Waderner Delegation

Ein portugiesischer und ein britischer Delegierter gehen durch das Rund des Bundesrates und sammeln Unterschriften für  einen Änderungsantrag. Sie wollen in die Resolution des Ausschusses für Finanzen eine Verstaatlichung der Banken einbringen, um so die gemeinsame Währung vor weiteren Turbulenzen im Bankenbereich zu schützen. Als sie die erforderliche Anzahl von Unterschriften gesammelt haben, wird der Antrag in die Plenardebatte eingebracht. Der Ausschuss ist entsetzt, da der Antrag gegen die in seiner Resolution festgelegten Grundprinzipien verstößt. Sollte der Antrag durchkommen, will man geschlossen den Saal verlassen. So weit kommt es aber nicht, da eine deutliche Mehrheit im Plenum die geplante Verstaatlichung der Banken abschmettert.

Dieses Geschehen ist Teil des Planspiels „Modell Europaparlament“, zu dem sich Jugendliche aus allen Bundesländern sowie Gleichaltrige aus Polen und Ungarn in Berlin getroffen haben. Unter den 150 Schülern befand sich auch eine Delegation des Hochwaldgymnasiums in Wadern, das seit einigen Jahren das Saarland beim MEP vertritt. In diesem Jahr übernahmen die Waderner die Rolle Portugals. Intensiv beschäftigten sie sich mit aktuellen europa- und weltpolitischen Themen und erarbeiteten Lösungsansätze dafür. Z.B. ging es um den Verbraucherschutz im Internet, die Beziehungen der EU zu China, den Kampf gegen den Klimawandel oder die Folgen der Eurokrise.

Julian Philippi am Rednerpult des Bundesrates

In ihren jeweiligen Ausschüssen erarbeiteten die Teilnehmer Resolutionen zu ihrem Thema. Diese wurden anschließend im Plenum vorgestellt und kritisch diskutiert. Einen besonderen Reiz bekommt das Simulationsspiel durch die authentischen Tagungsorte. So fand die Plenardebatte z.B. im Planersaal des Bundesrates statt, wo Sarah Gillenberg und Chiara Fuljahn auf den Stühlen Platz nahmen, auf denen man bei Fernsehbildern aus dem Bundesrat sonst Peter Müller und Peter Jacoby sitzen sieht. Parlamentarische Gepflogenheiten gelten auch für die „Nachwuchsparlamentarier“ und so lernten sie mit Begriffen wie Resolution, Geschäftsordnungsantrag oder Verteidigungsrede wie selbstverständlich umzugehen. Auch die harte politische Realität holte einige der Jugendlichen ein, denn sie mussten die Erfahrung machen, dass ihre mühsam erarbeitete Resolution im Plenum keine Mehrheit fand und deshalb abgelehnt wurde.

So entstand in der Simulation für die Jugendlichen ein realistisches Bild des „politischen Geschäftes“ und sie konnten Erfahrungen sammeln, die der normale Politikunterricht im Schulalltag niemals vermitteln kann. Vielleicht hat dies bei einigen Teilnehmern ja auch die Bereitschaft geweckt, sich politisch zu  engagieren. Diese Hoffnung hatte auch der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in seiner Begrüßung im Bundespresseamt formuliert, als er den Schülern klar machte: „In der Politik bleibt kein Stuhl leer. Wenn Sie sich nicht um die entsprechenden Ämter bemühen, tun es vielleicht Menschen, mit deren Zielen und Entscheidungen Sie nicht einverstanden sind. Deshalb sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich nicht selbst politisch engagieren und ihre Ideen in die Politik einbringen möchten.“

Folgende Schüler aus der Klassenstufe 10 des Hochwald-Gymnasiums haben in diesem Jahr das Saarland beim 12. Modell Europaparlament in Berlin vertreten: Lena Andres, Chiara Fuljahn, Dominik Casper, Julian Philippi, Sarah Gillenberg, Peter Schommer, Philip Michael, Kevin Kuhn. Als Ausschussvorsitzende war Carolina Maier vom HWG dabei. Vorbereitet und betreut wurden die Schüler von Politiklehrer Edwin Didas.

Schüler des Hochwaldgymnasiums zu Gast in der Staatskanzlei

Dickes Lob für HWG-Europaengagement durch den Ministerpräsidenten

Das Bild zeigt die Waderner Schüler bei der Überreichung der Resolutionen an Ministerpräsident Peter Müller in der Staatskanzlei. Angelina Krächan, Politiklehrer Edwin Didas, Michelle Jäschke, Mark Fischbach, Ministerpräsident Peter Müller, Tim Rieck, Christina Willems, Katrin Scherer, Theresia Töttel, Sarah Maus, Sebastian Haase

„Es ist toll, wenn sich junge Menschen so für Europa engagieren!“ Mit diesen Worten lobte Ministerpräsident Peter Müller das Europaengagement von Schüler des Waderner Hochwaldgymnasiums, aber auch gleichzeitig das Projekt, das sie ihm bei einem Besuch in der Staatskanzlei vorgestellt haben. Die Zehntklässler aus Wadern kamen nämlich als Vertreter des „Modell Europaparlament“ in die Staatskanzlei. Sie hatten im vor einigen Monaten an dem politischen Planspiel „MEP“ in Berlin teilgenommen, bei dem sich Schüler aus ganz Deutschland treffen, um europapolitische Themen zu diskutieren. Wie in einem richtigen Parlament entstehen aus diesen Diskussionen Resolutionen, die im Plenum zur Abstimmung gestellt werden und dort – wenn es schlecht läuft für den federführenden Ausschuss – auch abgelehnt werden können. Als die Schüler von dieser Erfahrung und von ihren Bemühungen der Kompromissfindung berichteten, sah man dem Ministerpräsidenten an, dass er sich in der „richtigen Politik“ ebenfalls mit solchen Dingen auseinandersetzen muss.

Waderner Schüler und Politiklehrer Edwin Didas mit Ministerpräsident Müller in der Staatskanzlei

Müller machte deutlich, dass der Frieden in Europa die größte Errungenschaft der EU sei, dass dies aber inzwischen als so selbstverständlich erachtet werde, dass man diesen Fortschritt oft vergesse. Auch machte er klar, dass heute 80 Prozent der Gesetze, die in Deutschland gemacht werden, auf Vorgaben der EU beruhten. Deshalb sei es wichtig, sich mit der EU zu beschäftigen. Die Schüler aus Wadern überreichten Peter Müller in seiner Funktion als Bundesratsvorsitzender die Abschlussresolutionen, die das „Modell Europaparlament“ in Berlin erarbeitet hat. Müller ermutigte sie, sich weiter für die europäische Sache stark zu machen und vor allem auch in ihrer Generation für Europa zu werben. Nur so könne das schlechte Image Europas und die Unwissenheit über die Europäische Union überwunden werden. Für die Schüler war es nach ihren Auftritten in Berlin im Bundespresseamt, im Bundesrat und in den Landesvertretungen eine tolle Erfahrung, dass sich auch der Ministerpräsident des Saarlandes so viel Zeit für sie genommen hatte und sie in seinem Kabinettssaal in der Staatskanzlei empfangen hatte. So macht Politik Spaß!

Die gesunde Ungeduld des Europäischen Schülerparlaments

Rund 180 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe haben sich vergangene Woche fünf Tage lang in die Rolle von  Europaabgeordneten versetzt und aktuelle Probleme unseres Kontinents diskutiert. Unter den Nachwuchs-Abgeordneten waren auch Schüler vom Hochwaldgymnasium Wadern

„Manchmal haben wir zehn Stunden am Tag gearbeitet", fasst Christian Willems (15) vom Hochwaldgymnasium die anstrengenden parlamentarische Woche zusammen. Arbeiten, das bedeutet in diesem Fall: diskutieren, debattieren, Konzepte ausarbeiten, Kompromisse finden. 

2009 vertrat das HWG Litauen beim "Modell Europaparlament"

Wie im richtigen Parlament lief die harte Arbeit vor allem in den acht Ausschüssen ab. Denn hier mussten Resolutionen erarbeitet werden, für die dann in der anschließenden Plenardebatte eine Mehrheit gefunden werden musste. Das Besondere am Modell Europa Parlament, das von einem Bonner Verein seit dem Jahr 2000 ausrichtet wird, ist: Die Sitzungen finden an Originalschauplätzen der Politik statt, nämlich im Bundesrat, im Bundespresseamt und in Landesvertretungen. Und alle Schüler sind für das Simulationsspiel mit einer neuen nationalen Identität ausgestattet. Die Waderner Schüler haben in diesem Jahr Litauen vertreten.

Die Delegierten aus den 16 Bundesländern sowie die zwei Gastdelegationen aus Polen und Finnland scheuten sich auch nicht, heiße Eisen anzupacken. So hatten die entscheidungsfreudigen Jungpolitiker keine politischen Schwierigkeiten damit, zur Qualitätssteigerung der Schulbildung eine halbjährliche Fortbildungspflicht für Lehrer zu fordern, zur Bekämpfung der Finanzkrise die Gründung einer gesamteuropäischen Bankenaufsicht anzuregen und zur Bekämpfung des Klimawandels neu anfallenden Energiebedarf nur noch durch erneuerbare Energien zu decken. Alles begründet mit nachvollziehbaren Argumenten.

Angelina Krächan am Rednerpult des Bundesrates

Richtig zur Sache ging es dann in der zweitägigen Plenardebatte im Bundesrat. Reden und Gegenreden wurden gehalten, Pro und Contra-Argumente vorgebracht, leidenschaftliche Appelle zur Annahme oder Ablehnung der einzelnen Resolutionen an die Abgeordneten gerichtet. Mit dem Ergebnis, dass drei von acht Resolutionen  keine Mehrheit im Plenum fanden. Es ist manchmal eben nicht ganz einfach, junge Leute zu überzeugen. Am ersten Tag konnte sich auch der Vertreter des Saarlandes beim Bund, Jürgen Lennartz, von der Qualität der Debatten überzeugen. Im Namen des Ministerpräsidenten Peter Müller, der in diesem Jahr als Bundesratpräsident die Schirmherrschaft über das MEP übernommen hatte, begrüßte er die Delegierten und verfolgte gespannt die Beratung der ersten Resolution. Er musste konstatieren: „So lebendige Diskussionen erlebt man bei den echten Bundesratssitzungen nicht immer!“

Die besten Redner werden mit einer Teilnahme an einer jährlich stattfindenden internationalen Jugendparlaments-Sitzungen belohnt. Dass sie aber schon in Berlin viel gelernt haben, darin sind sich die Jugendlichen einig. „Es ging in erster Linie nicht darum, irgendwelche Forderungen an Politiker zu stellen“, fasst Charlotte Rosenkranz, Präsidentin des MEP 2009, die Woche zusammen, „sondern darum, den europäischen Traum, den wir hier in Berlin gelebt haben, in der Zukunft mit Leben zu füllen.“

Das Team in Berlin-Tegel

Folgende Schülerinnen und Schüler des HWG haben in diesem Jahr das Saarland beim Modell Europaparlament vertreten: Christina Willems, Angelina Krächan, Michelle Jäschke, Theresia Töttel, Sarah Maus, Katrin Scherer, Max Barth, Tim Rieck. Vorbereitet und betreut wurde die Gruppe von Politiklehrer Edwin Didas.

Siehe auch Artikel der Saarbrücker Zeitung.

 

Abstimmung im Bundesrat: 2008 vertrat das HWG Spanien beim "Modell Europaparlament"

2008. Hochwald-Gymnasium vertritt das Saarland beim MEP

Seit fünf Jahren ist das Hochwald-Gymnasium die saarländische MEP-Schule. MEP – das steht für „Modell Europaparlament“. Dahinter verbirgt sich ein Verein, der einmal im Jahr ein politisches Planspiel in Berlin durchführt, an dem aus jedem Bundesland eine Delegation teilnimmt. In Berlin übernehmen die Schüler die Rolle von Europapolitikern und erarbeiten in Ausschusssitzungen Resolutionen zu aktuellen politischen Themen. Diese werden anschließend im Plenum debattiert und zur Abstimmung gestellt.

Das Besondere an diesem Planspiel sind die authentischen Tagungsorte. Die Eröffnung findet im Bundespresseamt statt, die Ausschusssitzungen in Landesvertretungen und schließlich als Höhepunkt die Vollversammlung im Plenarsaal des Deutschen Bundesrates. Es gehört schon Mut dazu, dort ans Rednerpult zu treten und vor 140 Zuhörern seine Position zu vertreten.

Vorbereitet auf ihre Rolle in der Bundeshauptstadt werden die Schüler durch die Teilnahme an einer AG. Dabei lernen sie grundlegende Strukturen der EU kennen. Außerdem werden Rhetorikübungen durchgeführt und zum Programm gehört auch ein Vorbereitungswochenende in einer Jugendherberge, bei dem die Schüler, die in den vorangegangenen Jahren an dem Projekt teilgenommen haben, den „Neuen“ die notwendigen Kenntnisse vermitteln.

Mittlerweile ist das MEP am Hochwald-Gymnasium zu einer festen Institution geworden. Jeweils acht Schülerinnen und Schüler aus der Klassenstufe 10 können daran teilnehmen und haben damit am HWG eine Möglichkeit, die ihnen keine andere saarländische Schule bieten kann. In Berlin werden Kontakte zu Gleichaltrigen aus ganz Deutschland geknüpft und  Freundschaften geschlossen, die über viele Jahre halten. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, durch ein besonderes Engagement beim deutschen MEP für eine ähnliche Veranstaltung auf internationaler Ebene nominiert zu werden, die dann in englischer Sprache stattfindet.

Die HWG-Delegation 2008 am Rednerpult des Bundesrates

Dabei war das HWG außerordentlich erfolgreich. Schüler aus Wadern waren z.B. in den vergangenen Jahren bei internationalen MEP´s in Amsterdam, Rom, Sofia, Stockholm, Bremen und Nikosia. Nicht zuletzt helfen die beim MEP erworbenen Fähigkeiten im Schulalltag und auch später im Berufsleben weiter. Präsentationstechniken sind hier ebenso gefragt wie Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Alles dies wird beim MEP-Projekt den Teilnehmern vermittelt.
Vorbereitet und betreut werden die Waderner Teilnehmer am Modell Europaparlament durch Politiklehrer Edwin Didas.