Davis in Kalifornien in den USA - ein Austausch mit Tradition

Wann genau der erste Austausch mit einer amerikanischen Schule stattgefunden hat, das ließ sich gar nicht mehr genau herausfinden. Schon in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts hat es wohl die ersten Bemühungen gegeben und nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Schulen aus verschiedenen Gegenden der USA etablierte sich dank der persönlichen Beziehungen des damaligen Englischlehrers Herr Kahlert der Austausch mit der Universitätsstadt Davis im mittleren Kalifornien als feste Größe im Schulleben unserer Schule.
Mindestens seit 20 Jahren haben nun unsere Schüler Gelegenheit in jedem zweiten Jahr, je nach Anzahl der Gastplätze, am Austausch mit Schülern der Davis Senior High School teil zu nehmen. In den letzten Jahren waren es zwischen 18 und 26 Schülerinnen und Schüler, die diese Gelegenheit wahrnehmen konnten.
Dieser Austausch findet statt im Rahmen des German American Partnership Programs des Pädagogischen Austauschdienstes der Ständigen Konferenz der Kultusminister der BRD. Amerikanischer Partner ist eine Abteilung des Außenministeriums.
Unsere Partnerin in Davis waren seit Beginn die Damen Fetzer, Tournay und Floyd, allesamt Deutschlehrerinnen an der Davis Junior oder Senior High School.
Seit mehr als einem Dutzend Jahren ist es Frau Lili Floyd, deren Bemühungen wir die Tatsache zu verdanken haben, dass dieser Austausch noch möglich ist und sich trotz sinkender Zahlen bei Schülerinnen und Schülern, die Deutsch als Fach belegen, halten konnte.
Alle zwei Jahre fahren ca. 20 Schülerinnen und Schüler also zu Gastfamilien nach Davis. Sie bleiben dort 4 Wochen, werden meist von zwei Lehrern begleitet und gehen mindestens zwei dieser 4 Wochen gemeinsam mit ihren Partnerschülern in die dortige High School.
Die erste Woche ist dort Easter oder Spring Break. Das heißt eine Woche Ferien, die unsere Schüler gänzlich in den Gastfamilien verbringen, womöglich auch mit Ihnen erste Fahrten in Kalifornien unternehmen.

Die zweite und dritte Woche sind ganz dem Schulbesuch und dem geselligen Leben mit den Partnerschülern, deren Umfeld und deren Familien gewidmet. In der letzten Woche wurde entweder ein mehrtägiger Ausflug nur der Waderner Schüler in eine der umliegenden Großstädte San Francisco oder Los Angeles unternommen oder, wie in den letzten Jahren, eine mehrtägige Wanderung im Yosemite Valley, einem der amerikanischen Nationalparks, der berühmt ist für seine Wasserfälle.
Im Mittelpunkt des Austauschs stehen also die Gastfamilie, die Freunde und Freundinnen der amerikanischen Partner, die Schule und die Stadt Davis. Sie bieten vielfältigste Gelegenheiten, sprachlichen und kulturellen Austausch konkret zu leben. Das ist der Sinn dieses Austausches.
Ob in den kommenden Jahren der Austausch in seiner bisherigen Form überleben wird, ist offen. Deutsch als Fremdsprache ist nicht mehr so gefragt und ob unsere Partnerschule zukünftig noch eine eigene Deutschabteilung aufrecht erhält, wenn Frau Floyd in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen sein wird, bleibt ebenso offen.
Dennoch sind wir zuversichtlich und hoffen, dieses in den vergangenen zwei Dutzend Jahren für Hunderte unserer Schülerinnen und Schüler unvergessliche Erlebnis auch unseren kommenden Schülergenerationen erhalten bleibt.
siehe auch Bericht ...
