Jugend forscht
Für Schüler aller Jahrgangstufen bieten wir am Hochwald-Gymnasium die Teilnahme an den Wettbewerben „Jugend-forscht“ und „Schüler experimentieren" an. Die Juniorsparte (Schüler experimentieren) ist für Schüler der Klassenstufe 5,6,7 und 8 ausgelegt. Ab Klasse 9 können unsere Schüler am Landeswettbewerb „Jugend-forscht“ teilnehmen.
Mitmachen kann jeder Schüler, der eine Idee durch ein Projekt in die Tat umsetzen möchte. Dabei erhalten sie Unterstützung von uns Lehrern z.B. bei der Vorbereitung und Durchführung von Experimenten, bei der Auswahl der Literatur, bei der Formulierung der Projektbeschreibung, bei der Anmeldung zum Wettbewerb usw.
In den letzten Jahren haben immer wieder Schülergruppen erfolgreich an den beiden Wettbewerben teilgenommen und sind durch Sach- und Geldpreise ausgezeichnet worden.
Im letzten Schuljahr arbeiteten Schüler aus der Jahrgangsstufe 6 am Projekt: „Optimierung von Kraftstoffgemischen aus Benzin/Ethanol und Salatöl“
Der Wettbewerb findet jährlich im März/April in Saarbrücken statt, jede Schülergruppe erhält einen eigenen Ausstellungstand zur Präsentation ihres Projekts. Die Beurteilung der Arbeiten bzw. die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine unabhängige Jury.
Frank Groß (Projektleiter)
Optimierung von Kraftstoffgemischen aus Benzin/Ethanol und Salatöl
Ein Projekt von David Dümont und Peter-Maximilian Ney (beide Klasse 6)

- Verschiedene Brennstoffe
Ausgangssituation
In unserer Versuchsreihe zu „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ wollten wir herausfinden, ob es zu den altbekannten Kraftstoffen wie Diesel und Benzin, insbesondere zu Diesel, alternative Kraftstoffe geben kann. Auch wollten wir feststellen, ob diese Alternativkraftstoffe wirtschaftlich und umweltverträglicher sind. Da wir bei unseren Versuchen mit brennbarem Material arbeiteten und auch nur einfaches Testequipment zur Verfügung hatten, können die hier genannten Testergebnisse von den tatsächlichen Werten abweichen. Dennoch hoffen wir aufgrund unserer Versuche zumindest Tendenzen aufzuzeigen.
Gesamtergebnis - Fazit
Die rein biologische Mischung 60% Ethanol/40% Rapsöl ist gut als Kraftstoff geeignet, denn sie hat eine hohe, aber trotzdem noch nahe an Diesel, gelegene Fließgeschwindigkeit. Die Flammpunkte dieser Mischung und Diesel sind ebenfalls vergleichbar. Als besonderer Nachteil ist die Brenndauer, denn sie ist um einiges kürzer als die von Diesel. Ein weiterer Nachteil ist insbesondere beim Fahrbetrieb im Winter, dass sich die Mischung bei niedrigen Temperaturen nicht als konsistent erweist.

- Ermittlung der Fließgeschwindigkeiten
Die Mischung von Benzin und Rapsöl würden wir nicht als alternativen Kraftstoff nehmen. Die Werte der einzelnen Versuche sind zwar auch so, dass diese Mischung als Kraftstoff verwendet werden könnte, aber da hier die Mischung aus teilweise fossilem Material gewonnen wird ( Benzin ), ist es keine echte Alternative zu Diesel bzw. Benzin.
Auch müssen für die Mischung von Ethanol und Rapsöl viele Rapsflanzen angebaut werden. Allgemein wäre dies zwar kein Problem, aber durch die enorme Menge die dann gebraucht würde wäre es zu viel. Das jetzige freie Land und Teile unserer Wälder müssten für den Rapsanbau genutzt werden und weitere Rapsraffinerien müssten gebaut werden. Wirtschaftlich würde die zwar für viel weniger Arbeitslose sorgen, aber die Umwelt wäre strickt vernachlässigt.

- Präsentation der Ergebnisse in der Kongresshalle Saarbrücken
Weniger Wälder = Weniger Lebensraum für Tiere, weniger Sauerstoffproduktion für Menschen und Tiere
Weniger freies Land = Weniger Platz für Kühe, Pferde und den Gemüseanbau
Dies wäre ein zu großer Schaden für unsere Erde. Deshalb haben wir uns dagegen entschieden, einen Treibstoff-Mix auszuwählen.
Die gesamte Untersuchungsreihe mit den einzelnen Ergebnissen und Grafiken kann hier als Pdf-Datei angeschaut und ausgedruckt werden.
David Dümont und Peter-Maximilian Ney
